Gesundheit & Ernährung

Parvovirose beim Hund: Symptome, Behandlung und Schutz

Aktualisiert am 5. Februar 2025

Beagle erschöpft vom Parvovirose
In diesem ArtikelSymptomeÜbertragungDiagnose und BehandlungVorbeugung

Parvovirose ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Hunden, die durch das Canine Parvovirus (CPV) verursacht wird. Sie betrifft vor allem den Magen-Darm-Trakt und kann bei unbehandelten Hunden tödlich verlaufen. Besonders gefährdet sind Welpen, ungeimpfte Hunde und bestimmte Rassen wie Deutscher Schäferhund oder Rottweiler.

Symptome

Typische Anzeichen sind:

  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • (blutiger) Durchfall
  • Fieber
  • Erschöpfung

Übertragung

Das Virus wird über den Kot infizierter Hunde verbreitet und kann über Gegenstände, Futter oder sogar Schuhe und Kleidung übertragen werden. Hunde sind bereits vor dem Auftreten von Symptomen ansteckend.

Diagnose und Behandlung

Eine sichere Diagnose kann nur der Tierarzt stellen, oft durch einen Virusnachweis im Kot oder Blut. Da es kein spezifisches Medikament gegen Parvovirose gibt, erfolgt die Behandlung symptomatisch:

  • Flüssigkeitszufuhr
  • Medikamente gegen Erbrechen
  • Stärkung des Immunsystems

Bei frühzeitiger Behandlung liegen die Überlebenschancen bei etwa 90 %.

Vorbeugung

Die beste Prävention ist eine Impfung, die bereits im Welpenalter (8., 12. und 16. Lebenswoche) erfolgen sollte. Auffrischungen sind alle drei Jahre empfohlen. Geimpfte Hunde haben ein geringeres Risiko für schwere Verläufe, können sich aber dennoch anstecken.

Parvovirose ist eine ernste Erkrankung, die bei rechtzeitiger Behandlung jedoch gute Heilungschancen bietet. Eine Impfung und gute Hygiene sind der beste Schutz für deinen Hund. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Betreuung für dein Haustier

Finde Sitter in deiner Nähe.

Sitter finden

Das könnte dich interessieren

Allgemeine Hygienemaßnahmen für Hunde – Das wird empfohlen
Gesundheit & Ernährung

Allgemeine Hygienemaßnahmen für Hunde – Das wird empfohlen

Die richtige Hygiene spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit deines Hundes und dein eigenes Wohlbefinden. Sauberkeit schützt nicht nur vor Krankheiten, sondern sorgt auch dafür, dass sich dein Hund wohlfühlt und unbesorgt mit dir und anderen Tieren interagieren kann. In diesem Artikel erfährst du die wichtigsten Hygienemaßnahmen, die Hundebesitzer beachten sollten. 1. Regelmäßige Fellpflege

Ein erschöpfter Hund liegt müde auf dem Boden – könnte dies ein Anzeichen für Botulismus sein? Erfahre, wie du die Symptome erkennst und deinem Vierbeiner im Ernstfall helfen kannst.
Gesundheit & Ernährung

Wie erkenne ich Botulismus beim Hund?

Botulismus ist eine seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, die auch Hunde betreffen kann. Als verantwortungsbewusster Tierhalter ist es wichtig, die Anzeichen von Botulismus frühzeitig zu erkennen, um schnell handeln zu können. In diesem Artikel erfährst du, wie du Botulismus bei deinem Hund erkennst, welche Ursachen dahinterstecken und was du im Ernstfall tun solltest. Was ist

Dürfen Hunde Kürbis essen?
Gesundheit & Ernährung

Dürfen Hunde Kürbis essen?

Im Herbst landet Kürbis bei vielen auf dem Teller und oft auch neugierig im Napf. Aber dürfen Hunde Kürbis überhaupt essen? Die gute Nachricht: Ja, in den meisten Fällen ist Kürbis gesund für Hunde, wenn man ein paar Dinge beachtet. Warum Kürbis gut für Hunde ist Kürbis enthält viele Vitamine, Ballaststoffe und Beta-Carotin, das die

Hund, Mischling, frisst aus einem Napf
Gesundheit & Ernährung

Fütterung: Das empfiehlt der Tierschutzbund

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Lasse dich bei Unsicherheiten stets von einer Tierärztin oder einem Tierarzt beraten. Wer seinen Hund gesund ernähren möchte, steht vor vielen Entscheidungen: Nassfutter, Trockenfutter, Barf oder vegetarische Kost? Der Deutsche Tierschutzbund gibt klare Empfehlungen, worauf Halter*innen bei der Fütterung achten sollten, um ihren Vierbeiner optimal zu versorgen. Hochwertiges

Husky im Schnee
Gesundheit & Ernährung

Doppelfell im Winter: Schutz & Pflege für Hunde

Hunde mit Doppelfell haben einen eingebauten Wintermantel: robustes Deckhaar schützt vor Nässe und Wind, die dichte Unterwolle isoliert gegen Kälte. Damit dein Hund gesund durch die kalte Jahreszeit kommt, sind Timing, richtige Fellpflege und ein Blick auf Gesundheit & Ernährung entscheidend. Kurz erklärt: Was ist Doppelfell? Deckhaar (Oberfell): längere, wasserabweisende Schutzschicht gegen Wind, Schmutz und

Tränenstreifen beim Hund
Gesundheit & Ernährung

Tränenstreifen beim Hund: Ursachen & Behandlung

Tränenstreifen beim Hund sind rötlich-braune Verfärbungen unter den Augen, die viele Besitzer beunruhigen. Doch was steckt dahinter? Ist es harmlos oder ein Warnsignal? Hier erfährst du, wie Tränenstreifen entstehen, wann sie ein Fall für den Tierarzt sind und wie du sie sanft behandeln kannst – mit tierärztlich bestätigten Tipps! Was sind Tränenstreifen beim Hund? Tränenstreifen