Tränenstreifen beim Hund sind rötlich-braune Verfärbungen unter den Augen, die viele Besitzer beunruhigen. Doch was steckt dahinter? Ist es harmlos oder ein Warnsignal? Hier erfährst du, wie Tränenstreifen entstehen, wann sie ein Fall für den Tierarzt sind und wie du sie sanft behandeln kannst – mit tierärztlich bestätigten Tipps!
Was sind Tränenstreifen beim Hund?
Tränenstreifen sind dunkle, oft feuchte Streifen, die vom inneren Augenwinkel deines Hundes über die Wangen verlaufen. Besonders bei hellen Hunderassen wie Maltesern, Bichon Frisé oder weißen Pudeln fallen sie stark auf.

Ursachen: Warum hat mein Hund Tränenstreifen?
Laut Tierärzten gibt es mehrere mögliche Gründe:
1. Übermäßige Tränenproduktion (Epiphora)
- Verstopfte Tränenkanäle
- Fremdkörper im Auge (z. B. Staub, Wimpern)
- Allergien oder Reizungen (Rauch, Shampoo)
- Angeborene Fehlstellungen der Augenlider (z. B. Entropium)
2. Bakterielle oder Pilzinfektionen
- Feuchte Tränenstreifen sind ein idealer Nährboden für Hefepilze (z. B. Malassezia).
3. Ernährung & Wasserqualität
- Zu viel Eisen oder Mineralien im Futter/Wasser können die Verfärbung verstärken.
4. Genetische Veranlagung
- Manche Rassen (z. B. Möpse, Shi Tzus) neigen aufgrund ihrer kurzen Nasen und flachen Gesichter zu Tränenfluss.
Wann du zum Tierarzt solltest
- Rötungen, Schwellungen oder Juckreiz
- Eitriger Ausfluss (gelb/grün)
- Starker Geruch
- Plötzliche Verschlimmerung
Ein Tierarzt kann durch eine Untersuchung feststellen, ob eine Infektion, Allergie oder anatomische Ursache vorliegt.
Ursachen: Warum hat mein Hund Tränenstreifen?
1. Regelmäßige Pflege
- Säubern: Verwende ein weiches, feuchtes Tuch oder spezielle Hundeaugenreiniger (pH-neutral!). Tupfe vorsichtig – nicht reiben!
- Trockenhalten: Feuchtigkeit fördert Bakterien. Leichte Tupfer mit einem sauberen Baumwolltuch helfen.
2. Ernährung anpassen
- Qualitatives Futter: Manche Hunde reagieren auf Farbstoffe oder Zusätze. Ein Futterwechsel (z. B. hypoallergen) kann helfen.
- Stilles Wasser: Mineralienarmes Wasser reduzieren Ablagerungen.
3. Hausmittel (mit Vorsicht!)
- Kamillentee: Nur abgekühlt und stark verdünnt als mildes Reinigungsmittel. (Achtung: Nicht bei Infektionen verwenden!)
- Kokosöl: Antibakteriell, aber sparsam auftragen – manche Hunde reagieren empfindlich.
❌ Finger weg von Wasserstoffperoxid oder menschlichen Augenprodukten! Sie reizen die sensiblen Hundeaugen.
Vorbeugung: So beugst du neuen Tränenstreifen vor
- Augenhaare stutzen: Lange Haare reizen die Augen – regelmäßig vorsichtig kürzen (lassen).
- Allergene meiden: Staub, Pollen oder bestimmte Futtermittel können Tränenfluss auslösen.
- Tränenkanäle freihalten: Sanfte Massagen (vom inneren Augenwinkel zur Nase) können bei leichten Verstopfungen helfen.
Fazit
Tränenstreifen sind oft kosmetisch störend, aber nicht immer gefährlich. Mit der richtigen Pflege und tierärztlicher Abklärung bei Auffälligkeiten kannst du deinem Hund helfen – ohne übertriebene Sorgen!
Quellen & Tierarzt-Empfehlungen:
- Dr. Petra Kölle, Spezialistin für Dermatologie bei Kleintieren
- “Eye Conditions in Dogs” (American Kennel Club, 2023)
- Gespräche mit praktizierenden Tierärzten zur Sicherheit der Ratschläge
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Diagnose. Bei Unsicherheiten immer die Praxis konsultieren!